Die Wiederentdeckung eines verlorenen Olivenhains

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Verlorener Berg - alter Olivenhain

Diese Woche haben wir eine besondere Fahrt unternommen, die uns hoch in die Berge der Serra Calderona führte. Gemeinsam mit Luis‘ Vater sind wir zu unserem neu erworbenen Waldstück gefahren – einem sogenannten „Monte Perdido“, einem „verlorenen Berg“, der über viele Jahre unberührt geblieben ist.

Dieses Stück Land ist eine kleine Schatzkammer, voller jahrhundertealter Olivenbäume, die etwa 15 Jahre lang nicht gepflegt wurden. Hier, in dieser wilden, unberührten Landschaft, hat sich die Natur eine gute Weile frei entfaltet, ohne Pestizide oder künstliche Eingriffe – das macht diesen Ort besonders perfekt für eine neue Bewirtschaftung. Der Monte Perdido ist nicht nur ein Stück Land, sondern ein kleines Biotop, das die richtige Grundlage für biologisch zertifiziertes Olivenöl bietet.

Die Verwandlung beginnt

Luis und sein Vater, der sein Leben lang Olivenhaine bewirtschaftet hat, haben sich gemeinsam vorgenommen, diesen verlassenen Hain wiederzubeleben. Mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung erwecken sie die alten Bäume zu neuem Leben.

Zunächst mussten neue Wege geschaffen und Pflanzen und Sträucher entfernt werden, die das Wachstum der Olivenbäume behinderten. Es war eine große Aufgabe, doch der Anblick der uralten Bäume, die nun wieder Platz und Licht haben, macht die Mühe lohnenswert.

Steinmauern wurden errichtet, um Terrassen anzulegen. Diese alten Terrassenbauweisen sorgen dafür, dass sich das Regenwasser an den Wurzeln der Bäume sammelt, statt den Hang hinunterzufließen – eine Technik, die hier wieder zum Einsatz kommt.

Der Weg zur biologischen Zertifizierung

Ein großer Vorteil dieses Hains ist, dass er relativ schnell die biologische Zertifizierung erhalten kann. Da das Gebiet über viele Jahre unberührt blieb, sind die Böden und Bäume frei von Rückständen. Schon nach wenigen Jahren können wir Boden- und Blattproben einreichen, um das Zertifikat zu erhalten.

Altes trifft auf Neues

Während unseres Besuchs haben wir auch gesehen, wie einige Bäume versetzt wurden, um Platz für neue Wege zu schaffen. Es war beeindruckend zu beobachten, wie junge Bäume aus anderen Feldern sorgfältig in dieses alte Gelände gepflanzt wurden. Diese Symbiose aus jung und alt wird hoffentlich dafür sorgen, dass wir schon im nächsten Jahr eine gesunde Ernte aus diesem biologisch bewirtschafteten Hain einholen können.

Es ist ein wunderbares Gefühl, gemeinsam mit meiner Familie an diesem Projekt zu arbeiten. Luis hat vor 15 Jahren begonnen, unsere gesamte Olivenproduktion auf biologische Landwirtschaft umzustellen, und der neue Olivenhain ist nun ein weiterer Schritt in diese Richtung.

Ausblick auf die Zukunft

Wir hoffen, dass der kommende Winter genug Regen bringt, um den neu gepflanzten und nun gepflegten Bäumen einen guten Start zu ermöglichen. Der ehemals „Verlorene Berg“ ist für uns mehr als nur ein Olivenhain – er ist ein Symbol für die Verbindung zwischen Natur, Tradition und nachhaltiger Landwirtschaft.

In den kommenden Jahren wird dieser Hain eine Quelle für unser hochwertiges Bio-Olivenöl sein, und wir freuen uns darauf, diese Entwicklung mit euch zu teilen.

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